Asphaltierter Wirtschaftsweg führt durch grüne Felder zu mehreren Windenergieanlagen unter einem wolkigen Himmel.

Pragmatische Vereinbarung sorgt für deutlich bessere Wege – Gemeinde und Windparkbetreiber ziehen an einem Strang

Aus den roten Schotterwegen, die als Transportstrecken für die schweren Geräte angelegt worden waren, sind attraktive Radwege geworden.

Große Windenergieanlage mit roten Markierungen steht neben einem Wirtschaftsweg inmitten von Feldern; weitere Anlagen sind im Hintergrund unter blauem, wolkigem Himmel zu sehen.
Radfahrtauglich: Anstatt über roten, groben Schotter geht es entlang der Windräder in der Tiefenriede über eine fahrradfreundliche Straßendecke aus Splitt und Bitumenemulsion. 

Mit der Wiederherstellung der Wirtschaftswege ist das Projekt rund um den Windpark, der im September 2024 eingeweiht wurde, nun im Grunde abgeschlossen. Während der Bauphase waren zahlreiche Wege im Bereich Tiefenriede stark beansprucht oder auch extra neu angelegt worden. Für deren Wiederherstellung haben die Gemeinde Stemwede und der Windparkbetreiber Enercity gemeinsam eine wirtschaftliche und zugleich nachhaltige Lösung gesucht und gefunden. Die Gemeinde hat die fachgerechte Sanierung der Wege übernommen, Enercity hingegen den überwiegenden Teil der Kosten. So zahlt der Windparkbetreiber rund 300.000 Euro, bei der Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von etwa 23.000 Euro.

Die Wege in der Tiefenriede wurden vor allem nicht nur in dem Zustand wiederhergestellt, der ursprünglich und laut dem Stemweder Wirtschaftswegekonzept vorgesehen war, sondern wesentlich hochwertiger. Viele Wege im Windparkgebiet erhielten beim Ausbau statt einer wassergebundenen Decke eine Oberfläche aus Splitt und Bitumenemulsion. Das macht sie langlebiger, pflegeleichter und besonders gut für den Radverkehr nutzbar.

„Für die Gemeinde ist das eine gute Lösung: Wir konnten mit überschaubarem eigenem Aufwand viele Wege deutlich aufwerten“, sagt Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. „Die Vereinbarung mit Enercity lief unbürokratisch und unkompliziert und bringt am Ende einen konkreten Mehrwert für alle, die die Wege nutzen.“