Etwa 20 Personen sitzen an langen Tischen in einem hellen Sitzungsraum. Vorne sitzen mehrere Männer an einem Podium; auf der Leinwand steht „2. Stemweder Sicherheitskonferenz – Herzlich willkommen!“.
© Gemeinde Stemwede

Konferenz zum Thema Kinder und Jugendliche: gemeinsam hinschauen, frühzeitig helfen

Die Gemeindeverwaltung hatte dazu Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eingeladen. Mit dabei waren unter anderem die Leitungen der Grundschulen und der weiterführenden Schule, Vertreter der Jugendförderung, der offenen Kinder- und Jugendarbeit, des Amtsgerichts sowie der Flüchtlingshilfe. Auch die Fraktionsvorsitzenden aus dem Stemweder Gemeinderat waren eingeladen. Ziel der Zusammenkunft war es, aktuelle Entwicklungen in Stemwede gemeinsam zu betrachten, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.

Stemwedes Bürgermeister begrüßte nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz, sondern auch Landesrat Dr. Emanuel Wiggerich vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Dieser hielt einen Fachvortrag zum Thema „Kinder und Jugendliche in psychischen Krisen“. Dr. Wiggerich gab dabei sowohl Einblicke aus seiner Erfahrung in der Verwaltung als auch aus seinem medizinischen Alltag: Er ist nach wie vor regelmäßig als Notarzt im Rettungsdienst tätig. In seinem Vortrag berichtete er von steigenden Fallzahlen insbesondere bei jungen Menschen unter 25 Jahren. Dabei wurde deutlich: Psychische Belastungen können viele Ursachen haben und stellen Familien, Schulen, Beratungsstellen und weitere Beteiligte zunehmend vor Herausforderungen.

Umso wichtiger sei es, so Dr. Wiggerich, frühzeitig hinzusehen und Unterstützung anzubieten. Psychische Erkrankungen fänden ihren Ursprung bereits im Kinder- und Jugendalter, so dass Prävention bereits in jungen Jahren beginnen und insbesondere im Bildungsbereich einen festen Platz haben müsse. Schulen, Jugendhilfe, Beratungsangebote, Vereine und auch die Verwaltung könnten dabei jeweils einen wichtigen Beitrag leisten, erklärte Dr. Wiggerich. Kurze Wege, ein regelmäßiger Austausch und verlässliche Netzwerke würden dabei helfen, Unterstützungsbedarfe früh zu erkennen und passende Hilfen zu vermitteln. Zusammenkünfte wie die Stemweder Sicherheitskonferenz seien deshalb eine richtige und wichtige Gelegenheit sich auszutauschen, so der Landesrat.