„Ich bin als Bürgermeister nicht länger bereit, mutwillige Beschädigungen an öffentlichem Eigentum einfach hinzunehmen. Die Gemeinde investiert erhebliche Mittel in die Pflege und Weiterentwicklung des Kurparks. Jeder einzelne Vorfall wird daher auch konsequent zur Anzeige gebracht“, ärgert sich Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. Vor diesem Hintergrund schließt die Gemeindeverwaltung auch weitergehende Maßnahmen nicht aus.
Im Laufe dieser Woche hatten Unbekannte im Bereich des Wassertretbeckens und des Wasserspielplatzes einen Schacht mit Absperrhähnen geöffnet, einen Absperrhahn aufgedreht und das Wasser laufen lassen. Nach einer ersten Einschätzung sind dadurch mehrere hundert Kubikmeter Wasser ausgetreten und verschwendet worden. Ein aufmerksamer Bürger hatte den Schaden festgestellt und umgehend die Gemeindeverwaltung informiert.

Bereits vor einiger Zeit war im Kurpark das Schild des Partnerschaftsvereins mutwillig zerstört worden. Hinzu kommen immer wieder Verstöße gegen die geltende Kurpark-Ordnung. So werden Fahrzeuge unerlaubt auf dem Gelände abgestellt oder es wird gegrillt. Die dabei entstandenen Schmauchspuren auf dem Pflaster und der Müll müssen oft von den Mitarbeitern des Bauhofes beseitigt werden.
„Der Kurpark ist ein besonderer Ort für Levern und den gesamten Luftkurort. Viele Menschen nutzen ihn täglich zur Erholung, für Bewegung oder um Zeit mit der Familie zu verbringen. Deshalb wünschen wir uns, dass alle Besucherinnen und Besucher mit den Anlagen sorgsam umgehen, damit diese Qualität erhalten bleibt“, sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die geltende Kurpark-Ordnung hin. „Die überwältigende Mehrheit unserer Besucherinnen und Besucher verhält sich sehr rücksichtsvoll. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst alle an die Regeln halten und ihren Beitrag zum Erhalt des Kurparks leisten“, so Abruszat.
Die jüngsten Vorfälle nimmt die Gemeindeverwaltung zum Anlass, sich gemeinsam mit der Politik Gedanken über den künftigen Schutz der Anlagen zu machen. Bürgermeister Kai Abruszat kann sich vorstellen, das Thema im Rat zu beraten und dabei verschiedene Möglichkeiten zu erörtern. Dazu könnte – sofern dies als sinnvoll und verhältnismäßig bewertet wird – auch eine Videoüberwachung einzelner Bereiche gehören.
Der Bürgermeister betont jedoch, dass eine solche Maßnahme keineswegs kurzfristig umgesetzt werden könne. Der Einsatz von Videotechnik im öffentlichen Raum unterliege strengen rechtlichen und datenschutzrechtlichen Vorgaben. Ob diese Voraussetzungen im Kurpark erfüllt sind, müsse im Vorfeld umfassend geprüft werden. „Unser Ziel ist es, den Kurpark weiterhin als offenen und einladenden Ort zu erhalten. Gleichzeitig möchten wir Schäden möglichst vermeiden und verantwortungsvoll mit dem öffentlichen Eigentum umgehen. Deshalb werden wir gemeinsam beraten, welche Maßnahmen hierfür geeignet sein können“, erklärt Abruszat.
Die Gemeinde freut sich außerdem über Hinweise aus der Bevölkerung, wenn Schäden oder Auffälligkeiten festgestellt werden. So können Mängel frühzeitig behoben und der Kurpark dauerhaft als gepflegter Ort für Erholung und Begegnung erhalten werden.



