Zu viele herrenlose Katzen:  Bürgermeister appelliert an Tierhalter

Die Zahl freilebender und herrenloser Katzen nimmt auch im Kreis Minden-Lübbecke immer weiter zu. Die Folgen sind im Tierheim Lübbecke deutlich zu spüren: Immer mehr Tiere müssen aufgenommen und versorgt werden – die Lübbecker Einrichtung am Heuweg ist ständig ausgebucht. Vor diesem Hintergrund erinnert Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat an die seit 2023 im Kreis Minden-Lübbecke geltende Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Er appelliert an alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter ihrer Verantwortung nachzukommen und so weiteres Tierleid zu vermeiden.

Bei einem Besuch im Tierheim Lübbecke hatte sich Stemwedes Bürgermeister kürzlich selbst ein Bild von der Situation gemacht. Die Einrichtung arbeitet seit Langem an ihrer Kapazitätsgrenze. Immer wieder werden streunende Katzen und Jungtiere aufgenommen, die versorgt und vermittelt werden müssen. „Vor allem die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen verschärft die Lage in der Einrichtung und stellt das Tierheim-Team sowie die vielen Ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor enorme Herausforderungen. Deshalb ist die Kastrationspflicht kein bürokratischer Selbstzweck, sondern aktiver Tierschutz“, sagt Kai Abruszat.

Die Verordnung des Kreises Minden-Lübbecke verpflichtet Halterinnen und Halter dazu, Freigängerkatzen und -kater ab einem Alter von sechs Monaten kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Ziel ist es, die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen einzudämmen und so langfristig das Leid vieler Tiere zu verringern.

„Jede nicht kastrierte Freigängerkatze kann dazu beitragen, dass sich die Zahl herrenloser Tiere weiter erhöht. Deshalb bitte ich alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen – aus Verantwortung gegenüber den eigenen Tieren und aus Solidarität mit den Tierheimen bei uns im Kreis und den vielen Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich für den Tierschutz einsetzen“, so Abruszat.

Tierheimleiterin Sara Meinsen mit Tierheimbewohner Rio, Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat (li.) und Ordnungsamtsleiter Michael Walke.  

Gleichzeitig wirbt Stemwedes Bürgermeister dafür, bei der Anschaffung einer Katze zunächst einen Blick ins Tierheim zu werfen. Dort warten zahlreiche Katzen auf ein neues Zuhause. „Wer sich für ein Tier aus dem Tierheim entscheidet, schenkt ihm nicht nur ein neues Leben, sondern hilft gleichzeitig dabei, Platz für weitere Notfälle zu schaffen“, betont der Bürgermeister.