Wasserampel auf Rot: auch Stemwede muss Wasser sparen

Mit Blick auf das noch heißer werdende Wochenende wurde auch die Stemweder Trinkwasserampel vorsorglich auf Rot gestellt, um die Versorgung weiterhin zu gewährleisten und vor allem auch, um die Bereithaltung von Löschwasserreserven jederzeit sicherzustellen.  

In diesen Hitzetagen wird auch in Stemwede besonders viel Trinkwasser aus dem Leitungsnetz entnommen – tatsächlich in etwa doppelt so viel wie üblich. Das bedeutet, dass die Brunnen und die Anlagentechnik in den Wasserwerken auf Hochtouren laufen, um frisches Wasser aufzuarbeiten. Um technische Ausfälle zu vermeiden, können die beiden Stemweder Wasserwerke jedoch nicht dauerhaft mit voller Leistung arbeiten.

Die Gemeindeverwaltung setzt auf Einsicht, Vernunft und den gesunden Menschenverstand bei diesen Temperaturen, keine Pools zu befüllen, den Rasen zu wässern oder den Hof mit dem Hochdruckreiniger zu säubern. In den vergangenen Jahren hat die Stemweder Bevölkerung die Trinkwasserampel und die Empfehlungen der Gemeinde ernstgenommen und den Wasserverbrauch reduziert.

nähere Erläuterungen: 

Eine rote Trinkwasserampel steht im Vordergrund. Daneben sprüht eine Person mit einem Gartenschlauch Wasser in die Luft. Das Bild symbolisiert einen hohen Wasserverbrauch und die Aufforderung, bei Wasserknappheit sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

Die Aufforderung zum Wassersparen im Rahmen der roten Trinkwasserampel bezieht sich auf das Trinkwasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung jederzeit gewährleisten zu können und Belastungsspitzen im Trinkwassernetz zu reduzieren.

Die Wasserwerke in Destel und Dielingen arbeiten am Limit – nicht, weil kein Grundwasser da ist, sondern weil sie technisch an die Grenzen stoßen bei den aktuellen Entnahmemengen. Vor allem arbeiten die Werke, aufgrund der nun schon länger andauernden und der auch weiterhin andauernden Hitzeperiode, über einen langen Zeitraum am Limit. 

Die Gefahr technischer Ausfälle und sich dadurch weiter reduzierender Fördermengen steigt entsprechend. Vorsorglich wurde deshalb die Ampel auf Rot gestellt, um unsere Wasserwerke zu entlasten.

Die Grundwasserstände sind in Stemwede, wie vielerorts um uns herum, auch in diesem Sommer recht niedrig, weil in den für die Grundwasserneubildung entscheidenden Monaten im Herbst, Winter und Frühjahr sehr wenige Niederschläge zu verzeichnen waren. Die Stände reichen aber für die generelle Trinkwasserförderung. 

Warum werden die Sportplätze in Stemwede bewässert? 

Die Stemweder Sportplätze sind inzwischen mit eigenen Brunnen und z.T. mit Zisternen sowie automatischen Beregnungsanlagen ausgestattet worden, auch, um das Stemweder Trinkwassernetz in Zeiten hoher Trinkwassernachfrage zu entlasten. 

Diese Brunnen ziehen ihr Wasser – wie auch alle anderen privaten Brunnen in der Gemeinde – aus oberflächennahen Schichten und nicht aus den Schichten, aus denen das Wasser für das Trinkwassernetz gefördert wird. Die Beregnung der Sportplätze erfolgt deshalb nachts, zu Zeiten, in denen die geringsten Wassermengen ungenutzt verdunsten.

Wichtig ist, die Bewässerung der Stemweder Sportplätze erfolgt nicht, um dauerhaft grüne Rasenflächen zu erhalten, sondern um die Funktionsfähigkeit und Verkehrssicherheit der Sportanlagen zu sichern. Eine gezielte Erhaltungsbewässerung verhindert das Absterben der Grasnarbe und schützt die Sportflächen vor nachhaltigen Schäden, deren Beseitigung später häufig einen deutlich höheren Wasser- und Kostenaufwand verursachen würde. Da hierfür eigene Brunnen und automatische, bedarfsgerecht gesteuerte Beregnungsanlagen genutzt werden, wird das öffentliche Trinkwassernetz nicht zusätzlich belastet. 

Ziel ist stets ein sparsamer und verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser. Daher wird die Beregnung der Sportplätze, wie beschrieben, auch weiter fortgesetzt.

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