Eine Großaufnahme von Eichenprozessionsspinner-Raupen. Gut zu erkennen sind die vielen tausend weißen Brennhärchen der Schädlinge.

Eichenprozessionsspinner wieder aktiv: Gemeinde bittet um Aufmerksamkeit

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen zwischen Mai und Juli auftreten. Problematisch sind dabei die feinen Brennhaare der Raupen. Diese können Hautreizungen, Juckreiz, Rötungen sowie Reizungen der Augen und Atemwege verursachen. Die Haare können sich über die Luft verbreiten und auch in verlassenen Nestern über längere Zeit ihre Wirkung behalten. Die Falter überbrücken mit dem Wind nachts eine Distanz von bis zu 5 Kilometern und legen dort ihre Eier für das bereits nächste Jahr.

Nahaufnahme eines Baumstamms auf einer Wiese. Ein großer Teil der Rinde ist dicht mit tausenden grauen Raupen bedeckt, die eine zusammenhängende, teppichartige Fläche bilden. Im Hintergrund sind hohes Gras, ein Feld und ein teilweise bewölkter Himmel zu sehen. Die starke Ansammlung der Raupen fällt durch ihre ungewöhnliche Dichte und Ausdehnung am Stamm besonders auf.
An vielen Stellen in der Gemeinde Stemwede, wie hier in Drohne, werden aktuell Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt und gemeldet. 

Aufgrund der starken Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in den vergangenen Jahren ist es nicht möglich, jedes einzelne Nest im Gemeindegebiet zu beseitigen. An stark frequentierten und sensiblen öffentlichen Bereichen, wie etwa Schulen, Kindertagesstätten oder Sportanlagen werden die Nester durch die Gemeinde Stemwede entfernt. An anderen Stellen werden die Nester unberührt gelassen. Die Gemeinde kann sich auch nur um Bäume auf gemeindeeigenen Flächen kümmern. Nester an Bäumen auf Privatgrundstücken oder an Flächen anderer Eigentümer fallen in deren Verantwortungsbereich.

Die Gemeinde empfiehlt daher, entsprechende Hinweise und Markierungen ernst zu nehmen, Nester an befallenen Eichen in Ruhe zu lassen und Abstand zu halten. Besonders Kinder sollten entsprechend sensibilisiert werden. Wer ein Nest entdeckt, sollte dieses zudem nicht eigenständig entfernen, sondern Fachleute mit Schutzkleidung und dem entsprechenden Werkzeug beauftragen.

Die Gemeinde bedankt sich für die Aufmerksamkeit und das Verständnis. Mit einem achtsamen Umgang lässt sich das Risiko durch den Eichenprozessionsspinner deutlich reduzieren und allgemein gut kontrollieren. Die Gemeindeverwaltung ist in Stemwede für rund 30.000 Bäume zuständig, gut ein Drittel davon sind Eichen.