Eine der jüngsten Stemweder Mobilstationen ist in Stemwede-Levern entstanden – in unmittelbarer Nähe zu Kindertagesstätte, Grundschule und dem Verwaltungssitz der Gemeinde. Heiko Appelbaum, Kommunalberater des Zukunftsnetz Mobilität NRW (ZNM), hat die Mobilstation bei einem Vorort-Termin in Stemwede genauer unter die Lupe genommen. „Die Anlage ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass vernetzte Mobilität bei einem entsprechenden Angebot auch im ländlichen Raum sehr gut funktioniert. Stemwede dient in dem Kontext anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen als gutes Vorbild“, zeigte sich der Zukunftsnetz-Mitarbeiter beeindruckt.
Die Mobilstation in Levern verknüpft mehrere Angebote sinnvoll miteinander. Direkt an der zentralen Bushaltestelle neben dem Stemweder Amtshaus gibt es überdachte Abstellplätze für Fahrräder und E-Tretroller. Zum CarSharing-Platz sind es nur wenige Schritte und auch ein PKW-Parkplatz ist angedockt. Als zusätzliche Serviceleistung stehen Schließfächer und Lademöglichkeiten für Pedelecs zur Verfügung. Die Tourist-Information der Gemeinde ist nicht weit und so gehören zur Zielgruppe für die Mobilstation auch Touristen. „Wir erleichtern den Menschen den Umstieg und bieten ihnen mehrere Optionen“, sagte Manfred Südmeyer, Mobilitätsmanager der Gemeinde Stemwede. Weitere Mobilstationen gibt es in Stemwede am Zentralen Busbahnhof in Wehdem sowie an den Grundschule Haldem und Oppenwehe.
Als Aufgabenträger für den Nahverkehr in Westfalen-Lippe treibt der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) den Ausbau von Mobilstationen aktiv voran und unterstützt Kommunen mit umfassender Beratung und gezielten Fördermaßnahmen.
Bei dem mehrstufigen Prozess der Einführung und des Aufbaus einer Mobilstation begleiten die Förderabteilung und die Koordinierungsstelle des Zukunftsnetz Mobilität NRW (ZNM) im NWL interessierte Kommunen mit einem Paket von Beratungsangeboten und Orientierungshilfen – vom ersten Konzept über Entwürfe bis hin zur Inbetriebnahme. Davon hat auch Stemwede profitiert. Die Gemeinde ist seit 2018 Mitglied im ZNM und spielt in dem Netzwerk eine aktive Rolle.
Auch bei der Förderung des Radverkehrs sei die Gemeinde im Kreis-Minden Lübbecke gut unterwegs. Als Beispiele nannte Heiko Appelbaum den stetigen Ausbau der Rad-Infrastruktur und die überaus erfolgreiche Beteiligung an der jährlichen Aktion „STADTRADELN“.



