Nahaufnahme mehrerer 50-Euro-, 100-Euro- und 500-Euro-Scheine sowie mehrerer gestapelter Euromünzen.

Strenge Einschnitte trotz Haushaltsgenehmigung: Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat ordnet Einstellungsstopp an und verhängt eine Wiederbesetzungssperre

„Der Gemeinderat hat mit allen Fraktionen den Haushaltsplan einstimmig beschlossen. Das ist ein tolles Signal gewesen“, blickt Bürgermeister Kai Abruszat auf die letzte Ratssitzung zurück. Die Gemeinde Stemwede sei damit formal handlungsfähig und unterliege nicht mehr den Beschränkungen einer vorläufigen Haushaltsführung. Dennoch hat sich die Verwaltungsleitung vor dem Hintergrund der angespannten Lage entschieden, im Wege der freiwilligen Selbstbeschränkungen verschiedene Maßnahmen umzusetzen, die von den Beschäftigten der Verwaltung im laufenden Haushaltsjahr auch einzuhalten sind.

„Ich habe als wichtigste personalwirtschaftliche Maßnahme einen Einstellungsstopp angeordnet und eine Wiederbesetzungssperre bei freiwerdenden Stellen in Kraft gesetzt. Diese Auflage wollen wir bis zum 31.12.2026 durchhalten“, erläutert Abruszat. Ziel sei es, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde mit absoluter Priorität im Blick zu halten. Bürgermeister Kai Abruszat und Kämmerer Dieter Lange haben darüber hinaus strenge Maßgaben bei der Bewirtschaftung der Haushaltsmittel für dieses Haushaltsjahr verhängt. Insbesondere konsumtive Aufwendungen ab einer Wertgrenze von 5.000 Euro sind trotz des genehmigten Haushaltes, vor einer etwaigen Auftragsvergabe, dem Kämmerer vorzulegen.

Das Stemweder Haushaltsdefizit im Jahre 2026 wurde bekanntlich mit 8,2 Millionen Euro festgesetzt. Das Defizit soll aus den angesparten Rücklagen kompensiert werden. „Das ist kein Dauerzustand. Da seitens des Bundes und des Landes keine Trendwende bei der Kommunalfinanzierung erkennbar ist, stellen wir uns in der Verwaltung darauf ein, dem Rat für das Haushaltsjahr 2027 ein Haushaltssicherungskonzept vorzulegen“, so Bürgermeister Abruszat abschließend.