Smoking Tobacco E Cigarette

Suchtprävention an der Stemweder-Berg-Schule: Aufklärung über Rauchen und Vaping

In diesem Jahr richtete sich das Projekt an die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen – ein Alter, in dem erste Berührungspunkte mit dem Thema Rauchen häufig entstehen. In vier intensiven Unterrichtsstunden wurden die Jugendlichen altersgerecht über Risiken, Mechanismen der Abhängigkeit und soziale Einflussfaktoren informiert. „Das Rauchen wird in diesen Stunden keinesfalls verharmlost, sondern mit all seinen gefährlichen Nebenwirkungen offen thematisiert“, betont Mirja Hodde.

Zu Beginn erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in einer offenen Gesprächsrunde persönliche und gesellschaftliche Gründe für den Einstieg ins Rauchen. Sie diskutierten darüber, warum Jugendliche zur Zigarette greifen, welche Personen aus ihrem Umfeld rauchen und weshalb es so schwer ist, einmal begonnene Gewohnheiten wieder aufzugeben. Die Diskussion fand bewusst ohne moralischen Zeigefinger statt; vielmehr ging es darum, gemeinsam Denkanstöße zu entwickeln und eigene Standpunkte zu reflektieren. 

Im Verlauf der Prävention erhielten die Klassen außerdem einen Einblick in die chemische Zusammensetzung von Zigaretten und Vapes. Viele waren überrascht, wie viele Giftstoffe darin enthalten sind. Aceton, das man aus Nagellackentferner kennt, sowie Arsen und Blausäure sind nur einige der Stoffe, die im „Giftcocktail“ einer Zigarette oder mancher Einweg-Vapes vorkommen. Die farbenfrohen, oft süß schmeckenden Vapes standen dabei besonders im Fokus, da sie vor allem jüngere Zielgruppen ansprechen. 

Frau Hodde zeigte in diesem Zusammenhang auch auf, mit welchen Strategien die Industrie Jugendliche gezielt anspricht: auffällige Verpackungen, eine große Auswahl an Aromen, einfache Handhabung und ein unauffälliges Format, das bequem in jede Tasche passt. All dies macht Vapes für junge Menschen besonders verlockend – und genau darauf setzt die Industrie.

Unterstützung erhielt die Präventionsarbeit durch drei Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse, die eine anschauliche Präsentation zu Aufbau, Inhaltsstoffen und Risiken von Vapes vorstellten. Ein abschließendes Quiz zeigte eindrucksvoll, wie viel Wissen die Sechstklässler im Verlauf des Projekts gewonnen hatten.

Nach den vier Unterrichtsstunden war sich die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler einig: Sie wollen nicht mit dem Rauchen beginnen. „Wenn wir es schaffen, auch nur einige Jugendliche nachhaltig vom Rauchen abzuhalten, hat sich dieses Projekt mehr als gelohnt“, fasst Mirja Hodde zusammen.