„Die Zusammenarbeit mit dem TuS Dielingen war von Anfang an sehr verständnisvoll, kollegial und lösungsorientiert“, so Bürgermeister Abruszat. Die Verwaltung hatte nach der Sperrung der Sporthalle Dielingen am 7. Januar unverzüglich nach Ausweichmöglichkeiten für die insgesamt 16 Gruppen des TuS Dielingen und die Nutzergruppen anderer Vereine gesucht. „In enger Abstimmung zwischen dem TuS Dielingen, den anderen Stemweder Vereinen und der Verwaltung konnten kurzfristig freie Hallenzeiten oder Tauschmöglichkeiten mit anderen Vereinen organisiert werden“, berichtete Abruszat, „so dass wir inzwischen alle Gruppen anderweitig unterbringen konnten beziehungsweise in einem einzigen Fall kurz vor einer Lösung stehen.“
Lob an die Vereine
Sehr hilfreich sei bei der Organisation das von der Verwaltung eingeführte digitale Hallenbelegungstool gewesen, berichtete Abruszat. Damit hätten freie Zeiten und Tauschmöglichkeiten schnell und transparent ermittelt werden können.
Stemwedes Bürgermeister dankte in der öffentlichen Sitzung allen Vereinen, mit denen die Verwaltung in den letzten Tagen gesprochen hat: „Dass wir für alle Gruppen so schnell Ausweichmöglichkeiten finden konnten, zeigt das hervorragende Miteinander in unserer Gemeinde und ist ein Beleg dafür, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verwaltung in Stemwede funktioniert.“
Stemwedes Verwaltungschef informierte im öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses ausführlich über den aktuellen Sachstand und schilderte noch einmal den zeitlichen Ablauf der Ereignisse.
Die Sporthalle Dielingen sei im Juni letzten Jahres turnusgemäß überprüft worden. Nach einem externen Hinweis auf Auffälligkeiten an der Holzbinder- und Dachkonstruktion sei Anfang Januar eine sofortige, erneute Prüfung durch die Objektmanager der beauftragten Firma vorgenommen worden. Darauf wurde die Halle vorsorglich geschlossen, berichtete Kai Abruszat. Gut eine Woche später, am 15. Januar, habe eine umfassende Begutachtung und visuelle Prüfung stattgefunden. Dabei wurden an mehreren Leimbindern deutliche, durchgehende Risse festgestellt, so dass auch das Ingenieurbüro zu dem Ergebnis kam, dass eine Nutzung der Halle bis nach der Sanierung aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei. Derzeit werde die Statik der Dachkonstruktion detailliert überprüft, um darauf aufbauend ein Sanierungskonzept zu erstellen. Dieses läge aktuell aber noch nicht vor.
Keine falsche Dacheindeckung
„Entgegen erster Vermutungen besteht jedoch keine übermäßige Dachlast durch eine falsche Dacheindeckung“, berichtete Bürgermeister Abruszat. „Beim Bau der Halle wurden keine klassischen Ziegel, sondern Dachplatten in Ziegeloptik, die sogenannte >Berliner Welle Profil 5< verwendet.“ Dies sei bei der ersten gutachterlichen Sichtprüfung nicht sofort erkennbar gewesen. „Die verwendete Dacheindeckung entspricht also den damaligen Baugenehmigungen“, so Abruszat. Er berichtete weiter, dass am 9. Februar eine weitergehende statische Untersuchung vor Ort geplant sei. Über die Ergebnisse und den weiteren Verlauf der Sanierung soll dann in der Sondersitzung des Stemweder Betriebsausschusses am 11. Februar 2026 informiert werden.



