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Rathaus Stemwede - Altes Amtshaus © Copyright: Oliver Lange (Oldenburg 2014)
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30.06.2021

Vermehrt Eichenprozessionsspinner in Stemwede

In Stemwede werden immer mehr Nester des berüchtigten Eichenprozessionsspinners gefunden. Zuletzt beispielsweise in Drohne und Niedermehnen. Der Schädling besiedelt heimische Eichenarten. Die Härchen der Raupen, aber auch die Nester, können allergische Reaktionen bei Menschen und Tieren auslösen. Die Eigentümer betroffener Bäume sind dafür zuständig weitere Maßnahmen einzuleiten. Eine Beseitigung von Nestern sollte allerdings nur von qualifizierten Fachfirmen ausgeführt werden, i.d.R. Betriebe, die sich auch sonst um Baumpflege kümmern. Die Gemeindeverwaltung weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass an gemeindeeigenen Bäumen nicht alle Schädlingsnester entfernt werden können.

Je stärker der Bereich rund um ein gefundenes Nest frequentiert ist, desto eher muss der Schädling dort bekämpft bzw. das Nest abgesaugt und entfernt werden. Gerade an Schulen oder Schulwegen, an Kitas, Alten- und Pflegeheimen, an öffentlichen Wegen oder Spielplätzen, Bushaltestellen oder auch in Wohnsiedlungen ist dies der Fall. In Waldgebieten oder weniger stark frequentierten Bereichen sollen Hinweisschilder und Absperrungen vor den Gefahren warnen. Die Nester oder befallene Alleen mit Pestiziden zu behandeln, ist nicht vorgesehen, schon allein zum Schutz anderer Insekten und natürlicher Gegenspieler der Raupen.

Katrin Stuwe, die Leiterin des Stemweder Bauhofes warnt jedoch: „Bitte fassen Sie weder Raupen noch ihre Nester an und machen Sie einen großen Bogen um befallene Bäume. Die Härchen können auch in der Umgebung der Nester liegen, oder durch den Wind verteilt werden.“ Sollte der Eichenprozessionsspinner berührt werden, sind die Hautstellen gründlich mit Wasser zu spülen und Kleidung ist heiß zu waschen. Sollten nach einem Kontakt Atembeschwerden oder Schwindel auftreten, ist ein Arzt zu kontaktieren.

Die Gemeinde Stemwede warnt vor den Gefahren des Schädlings. Eltern sollten vor allem auch ihre Kinder sensibilisieren, sich Nestern nicht zu nähern und diese nicht anzufassen. Wer Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt, sollte den Bereich rundherum nicht nur meiden, sondern die Stellen auch direkt in der Gemeindeverwaltung melden (05474/ 788 99 941 Bauhof Stemwede).

Dieses Nest der schädlichen Raupe wurde an der Mehner Dorfstraße in Niedermehnen gefunden. Wer den Eichenprozessionsspinner an Bäumen entdeckt, sollte nicht nur einen großen Bogen um die Nester machen, sondern auch der Gemeinde Bescheid geben.
(Foto: Wolfgang Fricke)