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Rathaus Stemwede - Altes Amtshaus © Copyright: Oliver Lange (Oldenburg 2014)
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09.07.2021

Mordstour zum Mordkuhlenberg

140 Meter +20 Meter - so hoch hinaus geht es heute auf die Dammer Berge.

Unseren Freunden aus Levern wird einiges abverlangt. Treffpunkt ist die Dielinger Schützenhalle, bis dahin haben sie schon 15 km auf dem Tacho. Aber sie sind echte Sportskanonen und lassen sich auch nicht von dem noch unbeständigen Wetter abhalten. Peter aus Stemshorn ist heute unser Tourenleiter. Die Gegend am Dümmer und umzu kennt er wie seine Westentasche. Am Schäferhof wartet Helmut aus Hunteburg auf unsere Gruppe. Und weiter geht es. Spätestens in Bergfeine geht ein Raunen durch die Gruppe: hier war ich noch nie!

Wie in alten Zeiten gibt es in Bergfeine keine Straßennamen, sondern die Häuser haben nur Hausnummern. In Dahlinghausen, wo von uns auch noch nie einer war, sagt Peter: „Wer die 2 km zum Berg nicht hochfahren möchte, der kann hier Pause machen, denn wir kommen auf dem Rückweg hier wieder vorbei. Aber wer mitkommt, der wird mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.“

Wir ächzen und stöhnen und die „Nicht-so-sportlichen“ schalten ihre E-Bike-Hilfe höher. Uff, es ist geschafft, nur noch mal eben die Stufen hoch und dann haben wir über den Baumkronen einen tollen Blick ins weite Land. „Wo sind wir? Wo ist Stemwede?“ Ja, es ist alles zu sehen. Als Erstes natürlich der Dümmer-See mit den Segelbooten, rechts daneben der Stemweder Berg, der gelbe Fleck ist sicher das Getreidefeld am Haldemer Berg, daneben die Baumreihe auf dem Dielinger Klei und die Drohner-Bohmter Windkrafträder. Natürlich fragen sich alle: „Warum war ich noch nie hier?“

Ungebremst geht es zurück. Was für eine herrliche Abfahrt. Man denkt da ja schon an die Kumpels von der ‚Tour de France‘. Aber die schaffen sogar 100 km/h bei denAlpenabfahrten. „Hunger! Durst! Ist es noch weit bis zu Schomakers in Dümmerlohausen?“ Kaffee, Kuchen (mit und ohne Sahne), Tee! Was tut das jetzt gut. Wir sitzen im schönen Garten und genießen das Sommerwetter. Zum Gruppenfoto fordert uns der Chef auf, in den riesigen Garten zu gehen. Das ist hier wirklich eine gute Adresse. Für alle Wißbegierigen unter uns gibt es auch noch in der Scheune eine Vogelschau. O.K., das muß warten bis zum nächsten Mal. 

Über Hüde/Oldenburg geht der Weg heimwärts zum Schäferhof. Aber dann riecht es so heftig und deutlich nach Oldenburger Landwirtschaft, das ich anfange zu singen: „Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh, ist Schweinespeck…“ „Ach ja, das kenne ich, das ist aus dem Zigeunerbaron“ sagt Peter. Und dann singen wir beide: „Das Rechnen und das Lesen ist nie mein Fall gewesen, denn schon von Kindesbeinen beschäft’ ich mich mit Schweinen.“ Es ist gut, daß uns vor lauter Fahrtwind kaum einer hört, aber einen Riesenspaß hat es gemacht. Nicht nur das Singen, sondern die ganze Tour war eine Bilderbuchfahrt. Vielen Dank Peter, für diese Tour ins Oldenburger Hochgebirge.