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Rathaus Stemwede - Altes Amtshaus © Copyright: Oliver Lange (Oldenburg 2014)
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18.06.2021

Jetzt sollen die Ideen sprudeln

Ambulante und stationäre Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten werden wieder zu einer Pflichtleistung für die Krankenkassen. Diese Entscheidung aus der Politik wird auch in Stemwede begrüßt. „Wenn eine Badekur wieder eine Pflichtleistung ist, dann ist das auch eine tolle Nachricht für unsere Bemühungen, Levern vom anerkannten Erholungsort zum Luftkurort aufsteigen zu lassen“, so die Reaktion von Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. Der Bundestag hatte in der vorherigen Woche das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz auf den Weg gebracht und darin auch klargestellt, dass Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf diese Art von Vorsorgemaßnahmen haben. 

Nicht nur für bestehende Bäder sei das ein Aufbruchssignal und ein wichtiges Zeichen aus der Politik. Das gelte eben auch für potenzielle Kurorte wie Levern, ist Abruszat überzeugt. Schon seit Längerem verfolgt die Gemeinde Stemwede das Kurort-Ziel für Levern. Ein lufthygienisches Gutachten belegt auch die gute Luft im Ort. Was jetzt noch fehlt ist unter anderem ein Kurgelände. Dieses soll entlang der historischen Badeallee entstehen und wird inzwischen konkret geplant. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern aus Rat und Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ortsheimatpflege und des Heimatvereins befasst sich mit dem Thema. „Die erste Zusammenkunft der Arbeitsgruppe ist gut gelaufen“, berichtet Bürgermeister Abruszat.

Für die Gemeinde Stemwede ist es ein Projekt mit großer Außenwirkung und viel Potenzial. Zum einen soll der neue Kurpark sowohl die Einheimischen ansprechen, als auch Touristen von außerhalb nach Levern locken. Zum anderen würden die Leverner Heilquellen einen enormen gesundheitlichen Mehrwert für die gesamte Region bieten, ist sich der Verwaltungschef sicher. „Ein entscheidender Punkt bei den Planungen wird es sein, die Heilquellen erlebbar zu machen. Da ist man sich innerhalb der Arbeitsgruppe einig“, berichtet Abruszat aus der Auftaktsitzung. Deshalb sei in diesem Punkt auch eine Art Planungswettbewerb denkbar, um möglichst viele Möglichkeiten und Ideen aufgezeigt zu bekommen. Insgesamt sechs Brunnen finden sich entlang der Badeallee und auf dem Areal rund um das historische Badehaus – vier Schwefelquellen, ein Süßwasserbrunnen und einer, der Stahlwasser fördert. Vor allem die schwefelhaltigen Heilquellen gelten als die stärksten in Norddeutschland, was vor einigen Jahren auch durch ein Institut bestätigt wurde. „Es kommt am Ende auf das Gesamtkonzept an“, so Bürgermeister Abruszat, der bei seinen Überlegungen auch schon ärztliche und therapeutische Maßnahmen ins Auge fasst. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass es diese Angebote künftig in direkter Nachbarschaft des Kurparkgeländes geben wird.“ Bekanntlich gibt es aktuell Bestrebungen, die hausärztliche Versorgung in Levern auch durch eine badeärztliche Kompetenz zu stärken. Mit Blick auf die nächsten Treffen der Arbeitsgruppe „Kurpark“ sagt der Verwaltungschef: „Ich hoffe, dass jetzt auch die Ideen sprudeln und die Kurpark-Pläne Formen annehmen."

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