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20.11.2018

ZWAR in Espelkamp

ZWARs Stemwede besuchen Nachbarstadt Espelkamp am 09.11.2018
Wir treffen uns am Rathaus. In der 6. Etage gibt es die Dachterrasse mit einem herrlichen Rundumblick bis nach Rahden und zum Stemweder Berg. Gutes Wetter haben wir natürlich mitgebracht und so kann die Stadtführung mit Herrn Kleinehollenhorst beginnen.
Die Stadt ist jung und gar nicht als Ort entstanden, sondern als waldige Barackenstätte für Munitionsproduktion und Lagerung schon 1938 - also vor dem 2. Weltkrieg. Straßen und Gleise führten um die Gebäude herum, die alle mit großem Abstand errichtet waren, um im Brandfall ein Übergreifen auf andere Häuser zu verhindern. Nach dem Krieg fanden Flüchtlinge in den von den Briten geräumten Baracken eine notdürftige Unterkunft. Um der schrecklichen Wohnungsnot entgegenzuwirken, wurden in den nächsten Jahren zahlreiche schmucklose Siedlungshäuser mit kleinen Wohnungen von nur 45 qm gebaut.
Natürlich war das Leben vieler fremder Menschen auf kleinem Raum oft schwierig, so dass Espelkamp einen zweifelhaften Ruhm hatte. Dieses Erbe wurde von der Aufbaugesellschaft mutig in Angriff genommen und unerwartet ins Gegenteil gelenkt. Renovierungen und Neubauten sollen eine optimistische Handschrift bekommen. Bunt soll es zugehen. Also munter und fröhlich. Die Anregungen dazu liefert Italien. Auf der Insel Burano bei Venedig findet man den genialen Farbenmix, der jeden gleich in seinen Bann zieht. Aber nicht nur kunterbunte Wände, sondern auch muntere Bilder darauf, viel Grün und eigene Gärten machen dieses Viertel unbeschreiblich schön. Dazu kommen immer wieder Kunstwerke, die natürlich erklärt werden müssen. Denn sonst denkt man schnell: Ist das Kunst oder kann das weg?
Wir gehen weiter. An der Thomaskirche vorbei, deren abgebrannter Turm eingerüstet ist, zu einer noch erhaltenen typischen Baracke, in der alle möglichen Nutzungen stattgefunden haben, und die derzeit eine Tierarztpraxis beherbergt. Am Schwimmbad Atoll erkennt man die alte Stadtstruktur sehr gut. Am schwedischen Kindergarten wird endlich der wichtigste Mann erwähnt: Birger Forell. Ein schwedischer Pastor aus Borås sorgte mit vielen wunderbaren Beziehungen nach Schweden und England für ganz viel Hilfe für diese neuen und doch so armen Ort.
Dann kommen wir zu einer Baustelle, wo ein neugestalteter Park ganz viel Spaß für alle Generationen verspricht. Lassen wir uns mal überraschen. Am Mittwald Hotel gab es eine kleine Lektion in "Stadt gestern und heute". Das war unglaublich spannend, so wie alles, was Herr Kleinehollenhorst uns erzählt hat. Wir machen natürlich ein "Wiedersehen" aus und freuen uns dann auf leckeren Kaffee und Kuchen bei Schneiders.
Günter bekommt natürlich Apfelkuchen ohne Sahne. Und er bekommt für die tolle Planung dieses schönen Nachmittags ein Riesenlob. Jau. Vielen Dank. Das war wieder super. Und wer hat noch super durchgehalten? Wir haben ein neues Maskottchen. Alle lieben LOTTI. Das ist Wilhelms Hund. Und sie ist so nett, dass sie nächstes Mal wieder mitkommen darf.