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23.08.2018

ZWAR Kunstbanausen unterwegs

E N T lich geht's für uns Kunstbanausen nach Oldenburg

Marianne hatte sich gewünscht: "Ich will zur Duckomenta nach Oldenburg. "
Prima. Das kriegen wir hin.
Unsere Planung sieht so aus: Mit dem Zug um 8 Uhr von Lemförde, in Bremen haben wir Aufenthalt und müssen umsteigen, dann werden wir um 10 Uhr die Ersten im Stadtmuseum sein. Danach werden wir durch die Stadt schlendern zu dem nächsten Höhepunkt. Das Landesmuseum zeigt "Exotische Pflanzen von Nolde und Schmidt-Rottluff". Rückkehr in Lemförde um 17 Uhr.
1. Lektion: Reisen bildet.
Wir wissen, daß die Fahrkarte für uns 4 Personen ca. 30 € kostet. Der Automat schlägt 14,80 vor. Das kann nicht sein. "Wat nu?" Kaufen, Entwerten, Einsteigen. 1. Kontrolle. 2. Kontrolle. 3. Kontrolle (auf dem Rückweg) "Zeigen sie noch einmal her! Sie fahren schwarz." Wir kommen mit einem blauen Auge davon, weil wir geloben in Bremen eine richtige Karte zu kaufen.
Vor einem Automaten hat Mensch immer schlechte Karten, bzw. sagt mir die Hotline: "Wenn sie Probleme haben, rufen sie uns an. Wir sind 24h für sie da".
2. Lektion: Das gleiche ist nicht dasselbe.
In Bad Rehburg hatte ich die Duckomenta in den einstigen Kuranlagen gesehen. Hier in Oldenburg in den herrschaftlichen Räumen des Stadtmuseums ist alles wieder neu und herrlich amüsant. Man hat nicht das ganze Museum geräumt, sondern man hat "dazu gehängt und gestellt". Also muss man genau gucken, was an den Wänden hängt und in den Vitrinen steht.
Entzückend ist der Porzellanteller "Die junge Queen Viktoria", der sie mit einem reizenden Schnäbelchen zeigt.
Die Mendelschen Gesetze an Hand der Gefiederfarbe weiß und braun. Ja, das ist gelebter, übergreifender Unterricht: Die Kunst in der Biologie.
Dann das Porträt der Königin Luise von Preußen. Sie ist so bildhübsch und so klug. Napoleon war fasziniert. Und immer schlichen Napoleons Köche um sie herum.
Immer wieder dieser Humor. Herrlich. Wir haben richtig Spaß. Ganz oft sagen wir: Guck mal hier. Hast du das schon gesehen?
Nur die Nofretete fehlt. Kann nicht sein. Wir wollen unser Geld zurück. Dafür sind wir doch extra gekommen. (Die 3€ !!!). Der Mann an der Kasse versteht Spaß und erklärt, daß es so viele "Duckomenta Kunstwerke" gibt, daß kein Museum groß genug wäre, um alle zu zeigen.
3. Lektion: Pause muß sein.
Auf dem Platz vor der Lamberti Kirche gibt es viele Lokale und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Eiskaffee, Käsebrötchen, Seelachsfilet... Nebenbei können wir die Gelassenheit der Oldenburger entdecken. Die Uhren scheinen hier ruhiger zu ticken. Es ist wirklich sehr gemütlich hier. Edith kennt die Lamberti Kirche und sie zeigt uns ein tolles Kreuz, das in der Mitte dieses hellen Raumes hängt und wunderbar irisierend in allen Farben scheint.
4. Lektion: Alle guten Dinge sind zwei.
Zack, Zack. Oldenburg ist eine Stadt der kurzen Wege. Aber so ganz einfach ist es auch hier nicht. Das Landesmuseum ist in drei Häusern untergebracht. Schloß, Augusteum und Prinzenpalais. Also zack, zack vom Schloss zum Augusteum. Ist ja nicht weit. Emil Nolde aus Nolde und Karl Schmidt - Rottluff aus Rottluff waren Künstlerfreunde und sie teilten ihre Leidenschaft für exotische Pflanzen. Sie schufen herrliche Aquarelle von Gladiolen, Dahlien, Iris, Orchideen, Helikonien oder einfach nur: Rote Blätter mit Blüten ( war wohl kein kluger Gärtner in der Nähe).Und jeder hat seinen eigenen, unverkennbaren Stil.
Im Erdgeschoss gibt es die ständige Sammlung des Hauses. Auch schön. Aber man kann nicht alles.
5. Lektion: Wenn gut ist, dann ist auch Schluss.
... und dann fährt man nach Hause. Wir haben viel gesehen, es ist ein schöner warmer Tag und wenn wir jetzt die Beine in die Hände nehmen, dann kriegen wir sofort einen Zug und sind schon um 16 Uhr zu Hause. Das passt genau.
6. Lektion: Weitersagen.
Es war für uns ein gelungener Tag mit tollen Eindrücken. Alle, die nicht mitkommen konnten: nicht traurig sein. Bald gibt es ein neues Ziel. Überleg dir doch mal 'was.
P.S. Am 9.10. kommt die Erfolgskomödie " Frau Müller muss weg" im Theater Osnabrück. Da sind wir dabei.

Kontakt

Antje Pieper »
Altes Amtshaus
Buchhofstraße 17
32351 Stemwede

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