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25.08.2017

ZWAR Kunstbanausen im MARTA Herford

ZWAR Kunstbanausen im MARTA Herford

ZWAR erwarten alle jetzt endlich den Bericht aus Münster. Klappt aber nicht. War wieder Sauwetter. Also machen wir einfach einen Riesenschritt in die Zukunft und wir "Weltmeister in Flexibilität und aktueller Programmoptimierung" fahren ins Marta Museum nach Herford. Hinfahrt: malerische Fahrt über die "Kahle Wart". Ankunft: prima. Parkplatz mit Parkschein bis 13.38 Uhr direkt am Museum. Kasse: "Kennen sie unser Museum?" Schließfächer, WC, Shop, Cafe im Parterre. Die Ausstellungsräume in der 1. Etage. Haben sie Smartphones? Dann kann man mit Barcode unsere App aufrufen. Edith kann das.

1. Ausstellung: MIX IT. Popmusik und Videokunst.
a.) Ein knallbuntes Video. Ein Tanzpaar. Extrem. Akrobatisch. Dann knabbert ein Chamäleon an der Tänzerin. Beginnt sie zu fressen. Schmatz. Schmatz. Geschafft. Nichts mehr übrig. Vielleicht gut so. Aber das ist doch nicht das Ende....
b.) Wow! Spaß hoch drei. Karaoke. Aus 1000 Songs können wir wählen. Edith hat eine schöne Chorstimme. Die Stones: Ruby Tuesday. Jau, das klappt. Eric Clapton. hmmm geht nicht. Aber dann kommt mein Song: Born to be wild. Da nützt auch keine schalldichte Kabine. Das Marta zittert. Meine Band: Claudia Steppenwolf Underground.
c.) Ein Gender-Thema: Wolfgang Tilmanns. Immerhin: den Namen kenne ich. Ein Remscheider Jung, dem das ART Magazin neulich das Titelthema gab.
d.) Bedrucken von Euro Münzen.
e.) Szenen vor einem Gebäude in Mexiko. und fast hätten wir das coolste verpasst. Denn: Vorhang davor. Da guckt man ja nicht so stickum hinter. DOCH!
f.) Doug Aitken. Merken.!.!!! Braucht die absolute Dunkelheit ..... dann gibt es auch brilliante Bilder. Gespiegelt. Verdoppelt. Verdreifacht. Wovon? Ja, wovon eigentlich? 25 Minuten Farb- und Geschwindigkeitsrausch mit Szenen aus der Arbeitswelt, Straßenverkehr, Gesang. Es haut mich um. Und kann es zu Hause auch noch auf Youtube sehen. Aber da ist das so mickrig. Jetzt aber: Kaffee, Kuchen, Hunger, Durst. Die Kellnerin ist hübsch, richtig nett und fröhlich, total übermüdet (die Arbeitszeit endete um 4 Uhr morgens) und freut sich, als eine von uns ihre Unmenge Kleingeld abzählt: Wenn´s dafür 1 Euro Trinkgeld gibt, dann warte ich gerne.

2. Ausstellung: ZWISCHEN ZONEN. Künstlerinnen aus dem persischen Raum.
Ja, jetzt wird es unbeschreiblich. Die Namen unaussprechbar. Die Welt der Künstlerinnen: gänzlich unbekannt. Die Erläuterungen unalltäglich: "...die Künstlerin artikuliert eine künstlerische Haltung zwischen politischem Statement und einer sprachlich-philosophischen Standortbestimung." Aha. Aha!
Hätte man sich also sparen können? Nein, im Leben nicht. Es ist eine Ausstellung voll Innigkeit, Politik, Landschaft, Mut und wunderschönen Bildern. Also eher: noch einmal nach Herford. Video ansehen, natürlich Karaoke singen und der Kraft der arabischen Frauen auf ihren Bildern nachspüren. Dann auch noch 5 Minuten Zeit nehmen für das tolle Museumsgebäude von Stararchitekten Frank Gehry. Sorry, bist zu kurz gekommen.
Abfahrt: Unprima. Ein Parkknöllchen. "Für die 10 Minuten? Die spinnen wohl, die Römer. Ach Quatsch, nicht Kalkriese. Die Herforder natürlich." "Claudia. Es ist 14:50 Uhr. 70 Minuten." Ja, manchmal vergeht die Zeit wie im Flug. Rückweg: Foto machen (Für euch zu hause).
Nächsten Termin festlegen. Natürlich immer noch die Skulpturen in Münster, jetzt am Mittwoch 30.8.2017. Treffpunkt um 9 Uhr an der Apotheke in Dielingen.

Und.... es war wieder richtig schön.

Claudia Schaaf-Gendig

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