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11.06.2018

ZWAR-Fahrradwochenende in Almelo vom 01. bis zum 03.06.2018

Kein Platten, kein Regen, nur 1 kleines Chaos

Zwei Paare unserer ZWAR Gruppe packen es an. Alle hatten gesagt: ja, so eine Fahrt nach Holland, das wäre doch prima. Da kann man so herrlich Rad fahren. Da gibt es überall gute Fahrradwege. Das machen wir mal. Für dieses Mal waren wir dann nur vier. Aber: kein Problem.
Und los geht’s ab Lemförde! Niedersachsenticket (gültig bis Hengelo), Fahrradtickets, gute Laune, gute Pläne. In Osnabrück geht’s mit dem Fahrstuhl runter. Kaffeepause. Mit dem Fahrstuhl wieder hoch und wieder runter auf Gleis 12 in den Zug nach Hengelo. Aber dann eine Durchsage in Bad Bentheim: der Zug endet hier! Alle aussteigen! Der Schienenersatzverkehr steht vor dem Bahnhof! Und ist natürlich weg, wenn wir endlich ankommen. Wat nu? Wer nimmt uns dann mit? Oder müssen wir überhaupt nach Hengelo? Nee! Wir radeln los. Über Gildehaus, dort ist es richtig schön, nach Oldenzaal. Wir plaudern mit einer netten Dame, die stolz auf ihre Stadt ist. Schon so alt. Aus dem 8. Jahrhundert ist der romanische Dom. Passt zu Osnabrück und Minden. Und wie schade, dass wir nicht vor 2 Wochen hier waren, der Rhododendron Park, in dem wir gerade sind, blühte so wunderschön.
Holländer sind Schlecker-Mäuler. Überall findet man Cafés und dort gibt’s leckere Kuchen. Meist Apfelkuchen.
In der Touristeninformation VVV kaufen wir eine Karte. Radeln nach Zahlen und Knotenpunkte ist jetzt die Devise. Das klappt ganz wunderbar. Meistens. Hin und wieder findet man nämlich die Schildchen rechts auf Kniehöhe oder links oben . Bestimmt 3 Meter hoch.
Wir radeln an Büdchen vorbei: bitte bedienen sie sich mit frischem Kaffee. Mitten in der Tucht. Und von einer Holzbank nehmen wir Dillpflanzen mit. ( Bitte geben sie eine Spende für die Blindenhilfe.)
Es sind ruhige Wege auf denen wir unterwegs sind. Das gefällt uns gut. Wir freuen uns, dass wir genau das Richtige aus der Misere gemacht haben. Und es kommt noch besser. Entlang des Almelo-Nordhorn - Kanals fahren wir in die Stadt. Eine idyllische, manchmal schon reichlich zugewachsene Wasserstraße. Was haben wir für ein Glück.
Das Theaterhotel ist auch früh ausgeschildert. Einchecken, Duschen, Ausruhen und dann ein kleiner Rundgang. Die Stadt ist nett und viele Leute sind freitags am Abend unterwegs. Wir haben richtig Hunger. Es schmeckt uns ausgezeichnet und zum Nachtisch gibt es für Anette Creme brulee. Hmmmm. Die Rechnung wird mit typisch holländischen Traubenzuckern präsentiert. Das Porträt von Wilhelmina prägt den weißen Tarubenzuckertaler.
Am Samstagmorgen geht es durch Parkanlagen, in denen es Gehege für heimische Tiere gibt, in den Nachbarort Wierden, gleich nebenan. In es gibt Schilder: VVV. Ich liebe Touristeninformationen. Aber wir können sie nicht finden, obwohl wir hin und her, kreuz und quer fahren. Also ab nach Norden mit Zahlen und Knotenpunkten. Es ist unendlich weites Land. Immer wieder fahren wir an gepflegten Höfen und schnuckeligen Häusern vorbei. Die Holländer haben echt Geschmack. Sie schaffen immer wieder richtige Schmuckkästchen mit ihren Gärten und Häusern, obwohl alles bedeutend kleiner ist als bei uns. Rindviecher stehen auf den Weiden und in den Ställen. So unendlich viele. Hier muss das Land sein, wo Milch und Honig fließt.
Kaffeepause! Die Gegend ist einsam und das Bauerncafé auf unserer Karte….. Naja. Wir würden sagen, das war einmal. Also sind wir im Café am Golfclub erfolgreich. Und es gibt natürlich: Apfelkuchen. Danach radelt es sich wunderbar. Wieder stehen schließlich 50 km auf dem Tacho.
Im Steakhaus leisten wir uns ein 3 Gänge Menü. Anette bekommt natürlich: Creme brulee. Und die Rechnung wird wieder in einer großen Bonboniere präsentiert. Aber Panne! Lakritz! „Jetzt ist der leckere Creme-Geschmack weg!“ Anette ist richtig traurig.
Im Hotel ist große Party. Ein Star ( in Holland bin ich weltbekannt) lässt sich mit seinen Fans pausenlos fotografieren. Das Hotel hat eine tolle Architektur und vom Balkon können wir das Treiben verfolgen.
Das Frühstück am Sonntagmorgen ist besonders üppig. Mit Sekt und, und, und…. Wir machen noch einen Rundgang durch die Stadt zum Schloss. Und dann wird aufgesattelt.
Heimreise! Jetzt aber: Almelo – Hengelo. Manchmal sind die Wege abenteuerlich. Aber es steht ja auch auf einem Schild: Absteigen! Je näher wir der Stadt kommen, um so breiter werden die Radwege. Es ist sicher, dass hier viele Menschen ihre Wege auf zwei Rädern zurück legen. Irgendwie haben wir Stalldrang. So eine Überraschung wie auf dem Hinweg könnte die Fahrt lang machen. Aber wer schwarzsieht, kriegt weiß geliefert. Alles klappt wunderbar.
Was für ein schönes Wochenende. Danke Anette und Günter! Danke ZWAR!

Kontakt

Antje Pieper »
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