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Oh wie schön ist Oldenburg!

Zack! Zack! Zack! Kamen die Anmeldungen.

Ja, die Fahrt nach Oldenburg ist wirklich sehr beliebt.

Die Bahnfahrt mit Umsteigen in Bremen ist gemütlich. Da kann man mit diesem oder jenem  plaudern oder ich sammel das Geld ein. 13,50€ für Fahrt, Stadt- und Schloßführung.  Das ist ein echtes Schnäppchen wie beim Eurofuchs. Nur schöner.

Der Weg zum Schloß ist nicht weit und wir haben auch noch Zeit für ein leckeres Tässchen Kaffee.

Herr Zierrath, unser Stadtführer, empfängt uns sehr freundlich und man merkt sofort, er ist stolz auf diese Stadt mit seinem schönen Schloß. Dieses sieht so ganz anders aus, als wir gewohnt sind. Nicht trutzig. Kein Wassergraben. Kein Schlossturm. Sondern wunderschöne Fensterbänke und in hellem Gelb gestrichen. Eben Barock.

Innen geht es prunkvoll weiter mit wertvollen Tapeten (natürlich französische Seidentapeten), Verkleidungen aus seltenen Hölzern (Atlas-Eiche aus Nordafrika) und kostbaren Gemälden.

Gott sei Dank ist Herr Zierrath kein Zeitzahlen-Monster, sondern er erzählt uns lieber kleine Geschichten.

Wenn du wissen willst, warum im 30jährigen Krieg Oldenburg neutral bleiben konnte, wie die begehrten Pferde des Grafen aussahen, wie der Graf sein Schloß upstylte, als seine Tochter den König von Österreich heiratete, welchen Fehler man in einem monumentalen Gemälde des berühmten Malers Tischbein findet, was Oldenburg mit Birkenfeld bei Idar-Oberstein zu tun hat und warum der Herzog den Titel Großherzog nicht annahm, dann musst du eben selber mal hinfahren.

Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen, dabei habe ich den prächtigen Theatersaal mit dem imposanten Kronleuchter (der auch schon einmal nach Kanada ausgeflogen war) noch gar nicht erwähnt.

Von der „Belle Etage“ des Schlosses (mit Tapetentür) hatten wir schon einen Blick auf den Weihnachtsmarkt, die Lambertuskirche und Alte Wache.

Nun geht es also in die Stadt zum 2. Teil unsere Führung.

Es gibt überall in der Stadt Kanalisationsdeckel mit dem Oldenburger Stadtplan. Die kommen natürlich von MeierGuss in Rahden. Der höchste Punkt in Oldenburg liegt gut 6 Meter über NN. Deshalb kann man sich nicht in der Stadt verlaufen. Einfach nach Bergstraße fragen.

In den letzten Jahren wurde Oldenburg, man glaubt es kaum, vom Kreuzfahrt-Tourismus entdeckt. Das wäre doch auch noch eine Idee für die Marina in Bad Essen: Ausflüge ins schöne Stemwede! Außerdem haben die Oldenburger kein Problem damit, ihre Straßennamen umzubenennen, wenn sie nicht mehr gut klingen. Zentral im Ort liegt der Waffenplatz, der trotz aufwendiger Gestaltung nicht so recht angenommen wird. Unser Vorschlag wird sicher bald im Rathaus diskutiert werden: sagt doch besser „Waffelplatz“, denn Waffeln gehen immer.

Und um hinter die Firmengeschichte von „Nanu Nana“ zu kommen - nun, das kennst du schon:  mußt du selber mal hinfahren!

Applaus für Herrn Zierrath. Das hat uns schon mal gut gefallen.

Und dann - endlich - Weihnachtsmarkt. Es hat auch schon überall herrlich geduftet. Aber in Oldenburg ist alles auch ein bisschen anders. Hier kommt man nicht ums Grünkohlessen herum. Wir bekommen eine Riesenportion und die schmeckt ganz wunderbar. Man findet die Pflanzen auch in Kübel vor den Häusern und wie wird sie liebevoll genannt? Oldenburger Palme!

Diese Stadt hat viel zu bieten und macht uns mit den vielen, meist kleinen Geschäften richtig Spaß.

Natürlich klappt die Heimfahrt auch prima. Wir sagen Adieu und freuen uns, so einen schönen Tag gehabt zu haben.

Kontakt

Antje Pieper »
Amtshaus
Buchhofstraße 17
32351 Stemwede-Levern

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