Hilfsnavigation
Volltextsuche
Seiteninhalt
25.06.2021

Butterkuchen und eine mittelalterliche Zahlenfolge

Die Strecke ist schnell erzählt. Von der Dielinger Schützenhalle ging es zum Bahnhof Lemförde, wo drei Freunde auf uns warteten, dann über die B51 nach Hüde. Es ist früher Freitagnachmittag, so daß unsere große Gruppe doch noch auf dem Deich radeln kann, denn die Fußgänger haben sonst dort Vortritt und das ist auch gut so. Kurzer Stop an der Marissa. Für manche von uns ist es neu, was sich dort in den  letzten Jahren getan hat und auch gleich dafür gesorgt hat, daß der Dümmer See ein beliebtes Ziel für ‚Neue Leute‘ wurde. Günter und ich radeln zu zweit zur Bäckerei Macke, um den bestellten Butterkuchen zu holen, denn das Gänsestübchen an der B51 ist leider ausgebucht. Am Bootsanleger Schlick treffen wir uns alle wieder und es geht noch ein Stückchen am Deich weiter, dann zur Dümmerlohauser Straße, von der es dann zum Skulpturenpfad geht.

Aber zuerst gibt es die Butterkuchenpause an der Graftlager Hütte. Kleine heimische Bäckereien haben immer noch die besten Rezepte für unsere traditionellen Plattenkuchen. Lecker!

Entlang des Skulpturenpfades geht es nach Diepholz-Graftlage, wo wir die B51 überqueren und an der Bahn zurück nach Lembruch fahren. Wir winken der Tortenschmiede zu. Auch so eine sehr leckere Adresse. Und dann haben wir zum ersten Mal Radleralarm. Günters Handy klingelt, und zwei Mitradler melden sich: wir haben euch verloren! Der Akku muckte und dann wart ihr auch schon weg. Aber alles kein Problem. Zwei Späher schwärmen aus. Die beiden sind schnell gefunden und der Akku tut auch wieder seinen Dienst. Auf diesen Schreck haben wir uns noch einmal eine kleine Pause in Hagewede im Gasthof ‚Zur Eiche‘ verdient. Ein kleines schnelles Alster, ein Radler oder alkoholfreies Weizen im Stehen, denn die Tische waren alle zu 18 Uhr schon reserviert.

Aber nun zu unserem gelungenem Foto. Jeder hat schon einmal auf dem Weg nach Diepholz diese rostigen Würfel gesehen und weiß: das soll Kunst sein! Ja, so ist es. Die Länge der Würfelkanten ergeben sich nach einer Zahlenfolge, die der Rechenmeister Leonardo Fibonacci um 1202 in Pisa aufschrieb. Es geht um die Vermehrung von Kaninchen im besonderen oder allgemein um Wachstumsvorgänge in der Natur. Und zwar so: 1+1=zwei, 1+2=drei, 2+3=fünf, 3+5=acht, 5+8=dreizehn, und so weiter. Also sind die Längen der Kanten: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13…

Wer denkt: ‚Wenn man keine anderen Probleme hat….‘ der liegt falsch, den diese uns seltsam vorkommende Zahlenreihe ist durchaus bedeutend, um den ‚Goldenen Schnitt‘ zu beschreiben, oder Teilungsvorgänge in der Natur. Ja, das wollten wir doch alle schon einmal wissen!

Kontakt

Antje Pieper »
Amtshaus
Buchhofstraße 17
32351 Stemwede-Levern

Telefon: +49 5745 78899 931
Fax: +49 5745 78899 180
E-Mail oder Kontaktformular