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04.09.2021

Auf der Suche nach der Auequelle

Wir sind der Fanclub der ‚Stadtführer Espelkamp‘. Oder sind die Stadtführer Fans von uns? Egal! Jedenfalls einmal im Jahr müssen wir etwas gemeinsam machen. (Kannste ja nachlesen...)

Am Wilhelm-Kern Platz in Espelkamp trifft sich heute eine gemischte Gruppe. 50:50. Halb wir ZWARIS und halb Espelkämper. Das ist doch schön, so lernen wir neue Radlerfreunde kennen oder treffen ‚Alte Bekannte‘, denn die Familie Köster haben wir letztes Jahr in ihrem umgebauten Heuerlingshaus besucht.

Kaum sind wir auf das Rad gestiegen, halten wir schon an. In seinem Garten erklärt uns Herr Grundmann seine Skulptur und die Aktion ‚Engel der Kulturen‘. Die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, die Europa prägten, werden mit ihren Symbolen Davidstern, Kreuz und Halbmond in einem Kreis dargestellt. Dieses Kunstwerk des Paares Gregor Merten und Carmen Dietrich wird in immer neue interessierte Städte getragen, um dann dort in Schulen und anderen Institutionen die Idee des interkulturellen Dialoges zu fördern. So eben auch in Espelkamp. Wir bekommen jeder einen Brief mit schönen Kunstkarten geschenkt. Auf der Seite www.engel-der-Kulturen.de kann man mehr zu dieser wunderbaren Idee erfahren.

Unser nächster Halt ist in Isenstedt Krögers Hof. Upps. Schon Kaffeetrinken-Zeit, wir haben doch noch gar nichts geschafft. Macht nichts. Kaffee und Kuchen geht immer, besonders wenn er so lecker ist wie bei Krögers und wir dabei so herrlich im Garten unter Bäumen sitzen können.

Thomas Kröger erzählt anschließend über seine Familie mit dem Naturhof, den Wandelgärten, den Bienen und Kräutern. Neben dem Hoftor gibt es einen ‚Fensterladen‘ mit Gelddose, wo Honig, Sauerkraut und Kräutersalze angeboten werden. Aber so richtig spannend ist ein Kühlschrank im Garten. Hier gibt es Honigeis zum Selbstbedienen. (Gelddose siehe oben).

Viele kaufen ein Kleinigkeit, Honig und andere Leckereien, und dann heißt es ‚Tschüß! Weiter geht es!‘

Nach kurzer Fahrt halten wir wieder an und müssen unsere Räder abstellen. Na, das kann ja was werden! Wir müssen durch tiefes Gras stapsen. Wir befinden uns hier im Ortsteil Frotheim. Herr Kleinehollenhorst hat Landkarten mitgebracht, auf denen die Kleine Aue verzeichnet ist. Über deren Quelle scheint es verschiedene Ansichten zu geben. An der Stelle, an der wir jetzt stehen, stehen wir wohl richtig, denn sonst müßte sie ein bißchen bergauf fließen. Es gibt nämlich eine nicht deutliche, aber entscheidende Wasserscheide. Wieder was gelernt.

Die ländliche Seite von Espelkamp wird von Bauernhöfen und deren Heuerlingshäusern gebildet. Wir machen Halt an einem Haus, das der Heimatverein so richtig schön hergerichtet hat und pflegt.  Das Heuerlingswesen ist ein interessantes Arbeitsverhältnis zwischen Hofbesitzern und Landarbeiter in unserer Heimat. Es war eine Möglichkeit, um Arbeit und Leben mit Kinderreichtum in einer sehr armen Gegend zu regeln. Es bestand noch bis nach dem 2. Weltkrieg.

Unser nächstes Ziel ist das Gut Renkhausen im Ortsteil Gehlenbeck. (Achtung: dies ist kein Schreibfehler. Es gibt sie beide hier im Altkreis: Gut Renkhausen und GutBenkhausen). Herr Warneke, dessen Familie schon seit 100 Jahren diese Wasserburg besitzt, gibt uns einen interessanten Blick auf die langen Geschichte dieses wunderschönen ‚Märchenschloßes‘. Viele Teilnehmer erinnern sich an Feste und Veranstaltungen im wunderschönen Saal, den man vom Park über eine Freitreppe erreicht. Die gesamte erste Etage befindet sich derzeit im Umbau, hier sollen drei Wohnungen entstehen. Diese werden dann von der Rückseite des Gebäudes über eine eigene hohe Treppe erreicht. Als wir um das Gut herumgehen, gefallen mir besonders die herrlichen Hühner, die hier ein schönes freies Leben haben.

Zu den unberücksichtigten Attraktionen unseres Kreises gehört der Mittellandkanal. Was gibt es alles über dieses Projekt zu berichten. Das Weserkreuz in Minden kennen wir alle scho. Nach der Wende wird der Kanal über die Elbe hinaus ausgebaut. Und was besonders cool ist? Er ist auf einer  Länge von 175 km ohne Schleusung schiffbar. Das macht ihn natürlich turboschnell und komfortabel. (Mal einfach ein Buch dazu kaufen oder einen Vortrag von Frau Keller besuchen, denn sie hat uns gerade sehr neugierig auf dieses Thema gemacht).

Heimfahrt! Und Ende einer schönen Tour an einem Bilderbuchtag. Und weil wir uns alle so gut verstehen, trinken wir noch etwas Kühles in Espelkamp City.

Kontakt

Antje Pieper »
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Buchhofstraße 17
32351 Stemwede-Levern

Telefon: +49 5745 78899 931
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