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Corona-FAQ

Uns erreichen in diesen Tagen zahlreiche Fragen zum Corona-Virus.

Auf dieser Seite haben wir die Antworten auf die häufigsten Fragen (FAQ) für Sie zusammengestellt.

GRUNDSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Wie wird das Corona-Virus übertragen? Wie kann man sich schützen?

Das Corona-Virus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, gilt daher wie für alle Infektionskrankheiten: gute Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten halten.

Eine Übertragung über importierte Lebensmittel und andere importierte Waren wie beispielsweise Spielzeug ist bisher nicht dokumentiert. Das für diese Frage zuständige Bundesinstitut für Risikobewertung kommt zu der Auffassung: Nach derzeitigem Wissensstand ist es unwahrscheinlich, dass importierte Waren Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus sein könnten. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Corona-Virus auch nicht von Haustieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Haustieren übertragen werden.

Welche Krankheitszeichen löst das Virus aus?

Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber: Eine Infektion mit dem Corona-Virus kann - wie bei anderen Atemwegserkrankungen auch - zu diesen Krankheitszeichen führen. Einige Betroffene klagen auch über Durchfall. Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schwereren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen. Bei den bisher berichteten Fällen verliefen vier von fünf Krankheitsverläufen mild

Für welche Personengruppen ist eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich?

Bei den bisher berichteten Fällen verliefen vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Corona-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich telefonisch an das Gesundheitsamt wenden – auch wenn keine Krankheitszeichen erkennbar sind. Das zuständige Amt finden Sie zum Beispiel über die Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wer sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat, sollte – auch wenn er keine Krankheitszeichen hat – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Welche Vorbereitungen sind in Deutschland getroffen? 

Deutschland ist gut aufgestellt, wenn es um die Behandlung von Erkrankten mit dem neuen Virus geht. Die Bundesregierung hat einen Krisenstab eingerichtet, der regelmäßig tagt. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung des Virus so gut es geht einzudämmen und zu verlangsamen.

Das Netzwerk von Kompetenzzentren und Spezialkliniken in Deutschland sichert eine Versorgung auf höchstem internationalen Niveau. Deutschland verfügt über ein sehr gutes Krankheitswarn- und Meldesystem und Pandemiepläne.

Das Robert-Koch-Institut arbeitet eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen - auf internationaler und nationaler Ebene. Es erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, erstellt eine Risikobewertung und veröffentlicht sie auf seiner Internetseite.

Wie kann ich selbst einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten?

Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und einzugrenzen. Wichtigste Maßnahme ist hier zunächst, Hygieneregeln einzuhalten – wie etwa regelmäßiges Händewaschen mit Seife, kein Handschlag zur Begrüßung, Einhalten eines Abstands von 1-2 Metern. Die wichtigsten 10 Hygienetipps finden Sie hier, auch in anderen Sprachen: https://www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html. 

Wenn Sie selbst jung und gesund sind, können Sie helfen, indem Sie besonders Schutzbedürftige unterstützen. Als solche gelten Menschen mit Vorerkrankungen und/oder Menschen ab 65 Jahren. Bieten Sie beispielsweise an, einen Einkauf oder den Gang zur Apotheke zu übernehmen, sodass Situationen mit Ansteckungspotential für Schutzbedürftige vermieden werden. Kleine Gesten können große Hilfen für unsere gesamte Gesellschaft sein.

Folgen Sie außerdem den Empfehlungen, den sozialen Kontakt auf das Notwendigste zu begrenzen.

In dieser Ausnahmesituation gilt: Je mehr Menschen sich an die Empfehlungen und Regeln halten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. Helfen Sie mit!

Wo gibt es Auskünfte und spezielle Unterstützung für gehörlose Menschen?

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte

  • Fax: 030 / 340 60 66 – 07
  • info.deaf@bmg.bund(dot)de
  • info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie)

SITUATION IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Welche Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote sind geschlossen beziehungsweise eingestellt?

  • Alle Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos und Museen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen ab dem 16.03.2020
  • Alle Fitness-Studios, Schwimmbäder und sogenannte „Spaßbäder“, Saunen ab dem 16.03.2020
  • Alle Angebote in Volkshochschulen, in Musikschulen, in sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen ab dem 17.03.2020
  • Zusammenkünfte in Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen ab dem 17.03.2020
  • Zusammenkünfte in Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros ab dem 16.03.2020
  • Gleiches gilt für Prostitutionsbetriebe ab dem 16.03.2020 

Der Zugang zu Angeboten der nachstehenden Einrichtungen ist ab dem 16.03.2020 beschränkt und nur unter strengen Auflagen (Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von 2 Metern, Aushänge mit Hinweisen zur richtigen Hygienemaßnahmen etc.) gestattet:
 
a) Bibliotheken außer Bibliotheken an Hochschulen und
b) Restaurants und Gaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen
 
Auch zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „shopping-malls“ oder „factory outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen, die mehr als 15 einzelne Geschäftsbetriebe umfassen, ist ab dem 16.03.2020 der Zugang beschränkt und nur unter Auflagen erlaubt. Der Aufenthalt ist nur zur Deckung des dringenden oder täglichen Bedarfs zu gestatten.

Welche öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt?

Alle öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt. Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein, die nach Durchführung einer individuellen Verhältnismäßigkeitsprüfung zugelassen werden können. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -Vorsorge zu dienen bestimmt sind oder der Versorgung der Bevölkerung dienen (z. B. Wochenmärkte).

Welche Regelungen gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten?

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind für den Zeitraum von 14 Tagen nach Aufenthalt Betretungsverbote für folgende Bereiche erlassen:
 
a) Gemeinschaftseinrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen, „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“, Schulen und Heime, in denen überwiegend minderjährige Personen betreut werden) sowie betriebserlaubte Einrichtungen nach § 45 SGB VIII (stationäre Erziehungshilfe)
b) Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken
c) stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe
d) Berufsschulen
e) Hochschulen

Welche Regelungen für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen?

Für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie für stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sind nachstehende Maßnahmen angeordnet:

  • Diese Einrichtungen haben Maßnahmen zu ergreifen, um den Eintrag von Corona-Viren zu erschweren, Patienten und Personal zu schützen und persönliche Schutzausrüstung einzusparen. 
  • Sie haben Besuchsverbote oder restriktive Einschränkungen der Besuche auszusprechen; maximal ist aber ein registrierter Besucher pro Bewohner/ Patient pro Tag mit Schutzmaßnahmen und mit Hygieneunterweisung zuzulassen. Ausgenommen davon sind medizinisch oder ethisch-sozial angezeigte Besuche (z. B. Kinderstationen, Palliativpatienten). 
  • Kantinen, Cafeterien oder andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Patienten und Besucher sind zu schließen. 
  • Sämtliche öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen etc. sind zu unterlassen. 

Erlass zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen ab dem 16.03.2020 und 17.03.2020 – zunächst bis zum 19.04.2020

Sind Versorgungsengpässe mit Lebensmitteln zu befürchten?

Nein. Auch wenn in dem ein oder anderen Fall mal ein Produkt nicht in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte zu finden war: Die Handelsketten versichern, dass dies an noch nicht angepassten logistische Abläufen liegt. Es lägen explizit keine Versorgungsprobleme vor, die Versorgung mit Lebensmitteln ist weiterhin gesichert. Der Handel hat zugesichert, auf die verstärkte Nachfrage zu reagieren und das Sortiment aufzustocken.
In Nordrhein-Westfalen wurden bereits am 5. März 2020 Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot per Erlass beschlossen. So ist für den Transport von Trockenartikeln (u.a. haltbare Lebensmittel und Hygienesortiment) bis einschließlich 30. Mai 2020 keine Erteilung einer Ausnahmegenehmigung mehr nötig. Dadurch werden Lieferketten noch effizienter gemacht.

Wird der Einzelhandel geschlossen? 

Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Bargeld, Bekleidung, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt ist, bleiben Banken, Einzelhandelsbetriebe insbesondere für Lebens- und Futtermittel, Apotheken und Drogerien geöffnet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Corona-Virus verhindern.

Ist es möglich, ganze Orte abzuriegeln?

Das ist bislang keine Überlegung der Landes- oder Bundesregierung. Bisher werden die Infizierten in Deutschland isoliert und behandelt. Ihre Kontaktpersonen werden so weit möglich identifiziert und in häuslicher Quarantäne betreut. 

SITUATION IN STEMWEDE

Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf unserer Corona-Virus-Infoseite.

KINDERBETREUUNG

Warum und ab wann werden die Kindertagesbetreuungseinrichtungen geschlossen? 

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und zu verlangsamen, sind Maßnahmen erforderlich, die Kontakte untereinander auf ein Minimum reduzieren. Das betrifft in besonderem Maße Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kindertagespflege, wo viele Kinder auf engem Raum in direktem Kontakt miteinander sind. Deshalb dürfen Kinder und Eltern ab Montag, 16. März 2020, Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ nicht mehr nutzen oder betreten. Die Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Erziehung der Kinder wahrzunehmen. Diese Maßnahmen gelten bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020.

Für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen, die in der Krisenarbeit für die Öffentlichkeit unentbehrlich sind, wird eine Sonderbetreuung in der jeweils „alten“ und bekannten Betreuungseinrichtung sichergestellt.

Warum gibt es Sonderfälle und für wen gilt das?

Angehörige bestimmter Berufsgruppen sind für die Aufrechterhaltung der medizinischen, pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Nordrhein-Westfalen unentbehrlich. Wenn bei diesem Personenkreis der in kritischen Infrastruktur Tätigen eine private Betreuung der Kinder durch Familienangehörige oder eine flexible Arbeitszeitgestaltung etwa durch Homeoffice nicht möglich ist, wird eine Sonderbetreuung in der jeweils „alten“ und bekannten Betreuungseinrichtung sichergestellt, zu üblichen Zeiten.

Der folgende Personenkreis ist in einer kritischen Infrastruktur tätig:

  1. Sektor Energie

    • Strom, Gas, Kraftstoffversorgung (inklusive Logistik)
    • insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze
  2. Sektor Wasser, Entsorgung
    • Hoheitliche und privatrechtliche Wasserversorgung
    • insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze
  3. Sektor Ernährung, Hygiene
    • Produktion, Groß-und Einzelhandel (inklusive Zulieferung, Logistik)
  4. Sektor Informationstechnik und Telekommunikation
    • insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze
  5. Sektor Gesundheit
    • insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore
  6. Sektor Finanz- und Wirtschaftswesen
    • insbesondere Kreditversorgung der Unternehmen, Bargeldversorgung, Sozialtransfers
    • Personal der Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes (insbesondere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes)
  7. Sektor Transport und Verkehr
    • insbesondere Betrieb für kritische Infrastrukturen, öffentlicher Personennah- und Personenfern- und Güterverkehr
    • Personal der Deutschen Bahn und nicht bundeseigenen Eisenbahnen zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes
    • Personal zur Aufrechterhaltung des Flug- und Schiffsverkehrs
  8. Sektor Medien
    • insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko-und Krisenkommunikation
  9. Sektor staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)
    • Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justizvollzug, Veterinärwesen, Lebensmittelkontrolle, Asyl- und Flüchtlingswesen einschließlich Abschiebungshaft, Verfassungsschutz, aufsichtliche Aufgaben sowie Hoch-schulen und sonstige wissenschaftlichen Einrichtungen, soweit sie für den Betrieb von sicherheitsrelevanten Einrichtungen oder unverzichtbaren Aufgaben zuständig sind
    • Gesetzgebung/Parlament
  10. Sektor Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe
    • Sicherstellung notwendiger Betreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Warum gilt die Sonderbetreuung nicht für andere auch, zumindest für einen Übergang?

Ziel ist es, die Zahl der Kinder in den Einrichtungen so gering wie möglich zu halten. Nur so können die Maßnahmen wirken. Wenn sich die Kinder in unveränderter/ größerer Anzahl zu Betreuungszwecken in den Einrichtungen aufhalten, sind die Maßnahmen nicht effektiv.

Wie muss ich nachweisen, dass ich zu den in kritischen Infrastruktur Tätigen gehöre?

Die Unentbehrlichkeit ist durch eine schriftliche Bestätigung des jeweiligen Arbeitgebers/ Dienstvorgesetzen nachzuweisen. Diese sollen bis Mittwoch, den 18.03.2020, beigebracht werden. Ein Muster dafür wird schnellstmöglich zur Verfügung gestellt.

Was gilt es auch für Personen, die in einer kritischen Infrastruktur tätig sind, zu beachten, bevor sie ihre Kinder in die Sonderbetreuung bringen?

Sie dürfen ihre Kinder zur Betreuung bringen, wenn sie alleinerziehend sind oder beide Elternteile in einer kritischen Infrastruktur tätig sind.

Kinder dürfen nicht gebracht werden, wenn sie

  • Krankheitssymptome aufweisen,
  • wissentlich in Kontakt zu infizierten Personen stehen, es sei denn, dass seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • sich in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar, es sei denn, dass 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome zeigen. Hier sind die Eltern in der Verantwortung zu entscheiden, ob die Kinder betreut werden können oder nicht.

Erfolgt die Sonderbetreuung für Kinder von in kritischen Infrastrukturen Tätigen in der bekannten Kinderbetreuungseinrichtung und bleiben die Gruppen bestehen?

Ja. Eltern, die zum Personenkreis der in kritischen Infrastruktur Tätigen gehören, bringen ihre Kinder in die bekannte Betreuungseinrichtung. Den Kindern soll ein möglichst vertrautes Umfeld mit vertrauten Bezugspersonen ermöglicht werden.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Heilpädagogische Einrichtungen öffnen ab Montag, den 16.03.2020, bzw. wenn der 16.03.2020 kein regulärer Öffnungstag ist, am nächsten regulären Betreuungstag, zunächst und bis auf Weiteres mit der regulären Personalbesetzung.

Wie bedeutet diese Situation arbeitsrechtlich und finanziell? Wer übernimmt Lohnfortzahlungen? Erhalten die Kindertageseinrichtungen weiterhin die Gebühren?

Über arbeitsrechtliche und weitere finanzielle Aspekte, die sich in der Folge ergeben können, informieren wir schnellstmöglich.

GRUNDSCHULEN UND WEITERFÜHRENDE SCHULEN

Warum werden die Schulen geschlossen, ab wann und wie lange?

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und zu verlangsamen, sind Maßnahmen erforderlich, die Kontakte untereinander auf ein Minimum reduzieren. Das betrifft in besonderem Maße Schulen und Bildungseinrichtungen, wo viele Kinder auf engem Raum in direktem Kontakt miteinander sind. Deshalb werden alle Schulen in Nordrhein-Westfalen ab Montag, 16. März 2020, vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 geschlossen. Dies bedeutet, dass bereits am Montag der Unterricht in den Schulen ruht.

Kann ich mein Kind Montag noch die Schule schicken? Gibt es eine Übergangsregelung?

Ja. Es gibt eine Übergangsregelung. Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich Dienstag (17.03.2020) aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher. Die Einzelheiten regelt die Schulleitung.

Was bedeutet die Schulschließung für die Schülerinnen und Schüler und Eltern? Wer informiert darüber?

Bereits am Montag, 16. März 2020, ruht der Unterricht in den Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen. Damit ist die Schulpflicht aufgehoben. Für Schülerinnen und Schüler in der dualen Ausbildung sowie in Praktika beschränkt sich die Maßnahme auf den Ausfall des Unterrichts.
Die Schulen informieren jeweils die Eltern über die für sie als geeignet angezeigten Kommunikationswege. Gleiches gilt für die Informationen zu möglichen Abschlussprüfungen an weiterführenden Schulen.

Gibt es eine Notbetreuung in Schulen und für wen gilt diese?

Die Einstellung des Schulbetriebes darf nicht dazu führen, dass Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen – insbesondere im Gesundheitswesen – arbeiten, wegen der Betreuung ihrer Kinder im Dienst ausfallen. Deshalb muss wird in den Schulen während der gesamten Zeit des Unterrichtsausfalls ein entsprechendes Betreuungsangebot vorbereitet. Hiervon werden insbesondere die Kinder in den Klassen 1 bis 6 erfasst.
Angehörige welcher Berufsgruppen und Einrichtungen zu dieser „kritischen Infrastruktur“ zählen, entspricht der Regelung bei der Kinderbetreuung.

Was bedeutet die Schulschließung für die Lehrerinnen und Lehrer?

Für Lehrerinnen und Lehrer gilt, dass am Montag (16.03.2020) und Dienstag (17.03.2020) eine Anwesenheit in der Schule erforderlich ist, um im Kollegium die notwendigen Absprachen zu treffen. Einzelheiten regelt die Schulleitung auf der Grundlage ihres Weisungsrechts (§ 59 Abs. 1 Satz 2 SchulG). Das Ruhen des Unterrichts aus Gründen des Infektionsschutzes gilt grundsätzlich nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte. In diesem Fall erfüllen die Lehrkräfte ihre Dienstaufgaben, soweit möglich, am heimischen Arbeitsplatz. Es muss in jedem Fall eine Erreichbarkeit der Schulleitungen und der Lehrkräfte sichergestellt werden.

Was bedeutet der Unterrichtsausfall für die Abi-Prüfungen 2020? Werden die Abi-Prüfungen jetzt verschoben?

Die vorzeitige Einstellung des Unterrichts ab dem 16. März 2020 bis zum Ende der Osterferien hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Terminsetzungen bei den bevorstehenden Abiturprüfungen. Die Termine sind insbesondere mit Blick auf die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch zwischen den Ländern abgestimmt und bleiben in diesen und allen anderen Fächern grundsätzlich bestehen. Auch die Konferenz des Zentralen Abiturausschusses (ZAA) am 2. April 2020 kann wie vorgesehen stattfinden.

HOCHSCHULEN

Wann ist Vorlesungsbeginn?

Der Vorlesungsbeginn für das Sommersemester 2020 wurde auf den 20. April 2020 verschoben.

Warum wird der Semesterbeginn verschoben?

Das Wissenschaftsministerium hat diese Entscheidung in enger Abstimmung mit den Landesrektoren- und Kanzlerkonferenzen der Hochschulen getroffen. Oberste Priorität ist, Studierende, Hochschulmitarbeiter und die Bevölkerung vor einer Ansteckung zu schützen.

Finden virtuelle Vorlesungen statt?

Digitale Veranstaltungen sowie kleinere Präsenzveranstaltungen können die Hochschulen im Einklang mit den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben und den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts nach eigenem Ermessen durchführen. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Hochschule.

Werden Klausuren noch geschrieben?

Zum jetzigen Zeitpunkt obliegt diese Entscheidung der jeweiligen Hochschule. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre Hochschule bzw. Lehrkräfte. Dies gilt ebenfalls für mündliche Prüfungen.

KRANKENHÄUSER / PFLEGE- UND ALTENHEIME

Ich habe in den nächsten Wochen eine lange geplante Operation. Findet diese noch statt?

Das Gesundheitsministerium empfiehlt den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen, nicht notwendige – sogenannte elektive – Operationen in Krankenhäusern nach Möglichkeit zu verschieben, um die erforderlichen Kapazitäten für Patienten freizuhalten, die aufgrund der Coronavirus-Infektion erkrankt sind. Das Gesundheitsministerium erarbeitet aktuell weitergehende Informationen, die hier nach Fertigstellung ergänzt werden.

Was gilt für Besuche von Angehörigen in Krankenhäusern?

Besuche von Angehörigen in Krankenhäusern werden auf das Notwendigste eingeschränkt. Auch hierzu folgen in Kürze konkretere Informationen.

Was gilt für Besuche von Angehörigen in Pflege- und Altenheimen?

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflege- und Altenheime sind die Personen in unserer Gesellschaft mit dem höchsten Schutzbedarf. Daher sind die Besuche ab sofort per Erlass des Gesundheitsministeriums vom 13. März 2020 auf das Notwendigste zu beschränken. Dies bedeutet in der Regel je Bewohner/in eine Person am Tag. Diese Besuche sollten auf eine Stunde begrenzt sein. Besuche dürfen nur noch in den Zimmern stattfinden, nicht mehr in Gesellschaftsräumen. Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet (gemäß der aktuellen Festlegung des RKI) aufgehalten haben, dürfen Pflege- und Altenheime für einen Zeitraum von 14 Tagen nach Rückkehr aus diesen Gebieten nicht betreten. Kontaktpersonen der Kategorien 1 und 2) dürfen Pflege- und Altenheime nicht betreten. Es können Ausnahmen für nahestehende Personen (z.B. im Rahmen der Sterbebegleitung) im Einzelfall unter Auflagen zugelassen werden.

Diese Auflagen gelten zunächst bis einschließlich 19. April 2020.

UNTERNEHMEN

Wie hilft die Landesregierung Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind? 

In der aktuellen Situation sind Unternehmen in Nordrhein-Westfalen mit unterbrochenen Lieferketten, verzögerten Zahlungen und sinkendem Konsum konfrontiert. Die Landesregierung hält zur Bewältigung dieser Krise Unterstützungsmöglichkeiten bereit, die bereits jetzt allen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen. Eine Übersicht finden Sie in den nachfolgenden Fragen und Antworten.

Welche Möglichkeiten zur Liquiditätssicherung gibt es für Unternehmen?

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung.

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Millionen Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Millionen Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Auf den jeweiligen Internetseiten finden Sie weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner.
Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine Expressbürgschaft, die sie innerhalb von 72 Stunden bewilligen kann.  

Welche Unterstützung gibt es für kleine Unternehmen und Existenzgründer?

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, ohne Einschaltung ihrer Hausbank aus dem „Mikromezzaninfonds Deutschland“ Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit. Zur Erklärung des Begriffs: Mezzaninkapital ist  eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Das Unternehmen erhält wirtschaftliches Eigenkapital. Der Kapitalgeber bekommt weder Stimmrechte, noch mischt er sich ins Tagesgeschäft ein.

An wen kann ich mich mit generellen Fragen wenden?

Sollten Sie sich nicht sicher sein, welche Unterstützung für Ihr Unternehmen infrage kommt oder allgemeine Informationen benötigen, hilft Ihnen die landeseigene Förderbank NRW.BANK gerne weiter. 
Das NRW.BANK-Service-Center ist erreichbar unter: 0211 91741 4800 (Mo-Do 08:00-18:00 Uhr, Fr 08:00 - 17:30 Uhr)

Die Förderberater der NRW.BANK informieren und beraten individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes. Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten.
Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte zudem zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden, denn die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch eine Hausbank.

Wann wird Kurzarbeitergeld gezahlt und wo kann ich es beantragen?

Wenn Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe erleiden, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld möglich. Denn ein auf Grund oder in Folge des Corona-Virus und/oder der damit verbundenen Sicherheitsmaßnahmen eingetretener Arbeitsausfall beruht im Regelfall auf einem unabwendbaren Ereignis oder auf wirtschaftlichen Gründen im Sinne des Paragraphen 96 Abs. 1 Nr. 1 SGB III. Ein Ausgleich des Arbeitsausfalls mit Hilfe des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes ist damit grundsätzlich möglich.

Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, die ab dem 1. April 2020 gelten soll; darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent oder die je nach Fall vollständige oder teilweise Erstattung der von den Arbeitgebern allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung für die von Kurzarbeit betroffenen Beschäftigten. Diese Anpassung des Kurzarbeitergeldes ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.
Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Erst danach können sie das Kurzarbeitergeld – ebenfalls bei der Agentur für Arbeit – beantragen. 

Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld und zur Beantragung stellt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Seite zur Verfügung. 

Die Servicehotline der Arbeitsagentur für Arbeitgeber: 0800 45555 20 (Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr)

Was ist, wenn Mitarbeiter ein Tätigkeitsverbot erhalten und zum Beispiel wegen häuslicher Quarantäne nicht arbeiten können? 

Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot (zum Beispiel Quarantäne) ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung beantragt werden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen sind der Landschaftsverband Rheinland (für die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf) und der Landschaftsverband Westfalen Lippe (für die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster). Insbesondere auf der Seite des Landschaftsverbandes Rheinland finden Sie umfangreiche Informationen zu Tätigkeitsverbot und Entschädigung.

Kontakt zum Landschaftsverband Rheinland:
LVR-Servicenummer 0221 809-5444 (Mo-Fr 9-12 Uhr)

Kontakt zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe:
Herr Tölle: 0251 591-8218
Frau Volks: 0251 591-8411
Herr Konopka: 0251 591-8136

Können auch Selbstständige wegen einer angeordneten Quarantäne Entschädigung erhalten?

Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während einer angeordneten Quarantäne ruht, können nach § 56 Infektionsschutzgesetz bei der zuständigen Behörde – also dem jeweils zuständigen Landschaftsverband, siehe oben – einen „Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang“ beantragen.

Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Wo bekomme ich Antworten auf solche Fragen?

Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen zu diesen und weiteren Fragen finden Sie bei den IHKs in NRW.

Unabhängig von der Corona-Krise habe ich eine Frage zur Finanzierung in Sachen Digitalisierung. Wo erhalte ich dazu Informationen?

Ungeachtet der aktuellen Sorgen wegen der Ausbreitung des Corona-Virus steht die Wirtschaft unseres Landes vor großen strukturellen Herausforderungen. Dies sollte bei aller Sorge nicht aus den Augen verloren und für die Zukunft in Angriff genommen werden. Für die Bewältigung dieser Aufgaben, wie Digitalisierung, Mobilitätswende, Einsatz von KI, stehen Förderangebote des Landes zur Verfügung.

Informationen zur Unterstützung beispielsweise von Digitalisierungsvorhaben gibt es hier.

Mit welchen Folgen auf die deutsche und die weltweite Wirtschaft wird infolge des Corona-Virus gerechnet? 

Aktuelle Informationen und Einschätzungen zu derartigen Fragen sammelt das Bundeswirtschaftsministerium.

KULTUREINRICHTUNGEN / VEREINSLEBEN

Kann ich weiterhin ins Museum oder Theater gehen?

Die landeseigenen Kultureinrichtungen (Schauspielhaus Düsseldorf, Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Kunsthaus NRW Kornelimünster) bleiben ab sofort und zunächst bis einschließlich 19. April 2020 für die Öffentlichkeit (Spiel- und Ausstellungsbetrieb) geschlossen. Gleiches empfiehlt die Landesregierung dringend auch für alle anderen Kultureinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Weiterführende Informationen können Sie bei Ihrer Stadt bzw. Kommune erfragen oder direkt beim Veranstalter. Indes empfiehlt die Landesregierung, auch bei etwaiger weiterer Öffnung von Veranstaltungshäusern, auf einen Besuch zunächst bis zum 19. April 2020 zu verzichten.

Was ist mit Veranstaltungen wie z.B. Konzerten, bei denen weniger als 1.000 Gäste erwartet sind?

Mit einem Erlass des Gesundheitsministeriums vom 13. März 2020  (PDF, 880 KB)  werden auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 erwarteten Gästen abgesagt. Ausgenommen sind notwendige Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind.

Ich bin selbst Kulturschaffende/r und mir brechen Einnahmen weg. Was kann ich tun?

Die Landesregierung ist sich der schwierigen Situation bewusst, in die gerade kleinere und privat getragene Initiativen und Einrichtungen sowie Künstler geraten können, die wegen der aktuellen Corona-Pandemie Veranstaltungen in allen Teilen Nordrhein-Westfalens absagen müssen. Hiervon sind vor allem die Bereiche Musik und darstellende Künste betroffen. Die Landesregierung wird Initiativen, Einrichtungen und Einzelkünstler, die durch die aktuelle Lage unverschuldet in existenzielle Nöte geraten, unterstützen. Zu den Details und der konkreten Ausgestaltung der Unterstützung befindet sich das Kulturministerium in Gesprächen innerhalb der Landesregierung, mit dem Kulturrat sowie mit Betroffenen. Parallel zu den Anstrengungen auf Landesebene werden auch die Bundesländer und der Bund kurzfristig über eine gemeinsame Initiative zur Unterstützung des Kulturbereichs in Deutschland beraten.

Findet mein Training im Sportverein noch statt?

Die Landesregierung empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, soziale Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen. Dies bedeutet auch, das Sporttraining zunächst bis zum 19. April 2020 nicht mehr zu besuchen.

VERBRAUCHER

Erhalte ich mein Geld für Tickets von Konzerten, Sportveranstaltungen oder anderen Veranstaltungen zurück, die wegen des Coronavirus abgesagt wurden? 

Grundsätzlich besteht in solchen Fällen ein Erstattungsanspruch auf den Ticketpreis, wie die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite erklärt. Die Verbraucherzentrale hat alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt, nicht nur was Tickets für Veranstaltungen angeht, sondern beispielsweise auch, wie es mit den Kosten für ein gebuchtes Hotelzimmer und für ein gekauftes Ticket der Bahn aussieht. 

In welchen Ländern gibt es Reisebeschränkungen und wann ist der richtige Zeitpunkt, um eine Reise zu stornieren? Und welche Rechte habe ich überhaupt?

Auch zu vielen Fragen, die Reisende sich jetzt stellen, hat die Verbraucherzentrale NRW umfangreiche Informationen zusammengestellt. Auf ihrer Seite führt sie tagesaktuell auf, für welche Länder Reisebeschränkungen gelten, und gibt Reisenden hilfreiche Tipps, an wen sie sich wenden können. 

Sind Versorgungsengpässe mit Lebensmitteln zu befürchten?

Nein. Auch wenn in dem ein oder anderen Fall mal ein Produkt nicht in den Regalen der Lebensmittelgeschäfte zu finden war: Die Handelsketten versichern, dass dies an noch nicht angepassten logistische Abläufen liegt. Es lägen explizit keine Versorgungsprobleme vor, die Versorgung mit Lebensmitteln ist weiterhin gesichert. Der Handel hat zugesichert, auf die verstärkte Nachfrage zu reagieren und das Sortiment aufzustocken.
In Nordrhein-Westfalen wurden bereits am 5. März 2020 Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot per Erlass beschlossen. So ist für den Transport von Trockenartikeln (u.a. haltbare Lebensmittel und Hygienesortiment) bis einschließlich 30. Mai 2020 keine Erteilung einer Ausnahmegenehmigung mehr nötig. Dadurch werden Lieferketten noch effizienter gemacht.

HOTLINES ZUM CORONA-VIRUS

Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes-, wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Hier finden Sie eine weitere Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren.

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland - 0800 011 77 22

  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) - 030 346 465 100

  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung - Behördennummer 115 (www.115.de)

  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte - Fax: 030 / 340 60 66 – 07 
    info.deaf@bmg.bund.de / info.gehoerlos@bmg.bund.de

  • Gebärdentelefon (Videotelefonie) -  https://www.gebaerdentelefon.de/bmg

  • Bürger-Telefon des Kreises Minden-Lübbecke: 0571 / 807 - 15999

WEITERE FAQs